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Repräsentationen von Natur im städtischen Kontext

Städtische Räume sind heute mehr denn je von spezifischen Nutzungen geprägt. Hinter dem strukturellen Raster der Stadt verbergen sich politische Ordnungen, kulturelle Prägungen und sie konstituierende Repräsentationsansprüche. Europäische Metropolen sind gezeichnet von ihrer religiösen Geschichte und speziell von den ökonomischen Haltungen, die vom Christentum über Reformation und Protestantismus im Kapitalismus säkularisiert wurden. Bei der Betrachtung der Formen, in denen wir Natur im gesellschaftlichen Umfeld repräsentieren – in Gärten, Parks und Zoos -, erscheint nicht nur der Kolonialismus als verweltlichte Form christlicher Missionsmythologien im Fokus, sondern auch der Wille zur Beherrschung und Umarmung der ganzen Welt, die sich heute mit den kapitalistisch organisierten Märkten in der sogenannten Globalisierung realisiert. Der Anspruch, ungeachtet der Interferenzen mit fremden Kulturen als Heilsbringer für den ganzen Globus aufzutreten, erscheint als westlich geprägter Kulturansatz, der unvermittelt über die ganze Welt gestülpt wird.

Markus Ambach/Repräsentationen von Natur im städtischen Kontext (download .pdf 106 KB)